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Article 2013 - Agnetha...
traduccion por google en español debajo del texto original
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Agnetha Fältskog: "Diesmal behalte ich die Kontrolle"
Sie war ein Superstar, und sie ist daran beinahe zerbrochen. Eine Begegnung mit Agnetha Fältskog, 31 Jahre nach Abba.
Die Sängerin Agnetha Fältskog, 63, tritt nach 25 Jahren, in denen sie sich vor einer Welt versteckte, die sie mit einer für sie unerträglichen Maßlosigkeit verehrte, durch eine Seitentür zurück ins Rampenlicht. In der Suite 490 des Stockholmer "Grand Hôtel" hat der Fotograf sein Licht aufgebaut, eine Journalistin wartet, zwei PR-Frauen von der Plattenfirma geben ihr schnell ein paar Informationen, ihre Stylistin zupft an ihrer Bluse. Es ist das ganze Setting ihres alten Lebens, Hotel, Promotion, Interviews. Agnetha lächelt. Die Augen, wasserblau wie früher, von Falten umgeben, lächeln nicht mit. Sie hat eine Entscheidung getroffen, sie zieht das hier durch. Diesmal behält sie die Kontrolle.
Sie muss das schaffen, sie hat keine Wahl. Sie hat wieder eine Platte gemacht. 31 Jahre nach Abba, ein viertel Jahrhundert nach dem Ende ihrer Solo-Karriere. Seither hat sie auf einer abgelegenen Insel westlich von Stockholm gelebt, in einem mit hohen Zäunen gesicherten Anwesen, das sie 1984 gekauft hatte, um sich und ihre beiden Kinder "in Sicherheit zu bringen", wie sie damals sagte. Sie wollte Ruhe, und dann fand sie aus dieser Ruhe nicht mehr heraus.
Und nun, in der Suite 490, wenige Wochen, bevor ihr neues Album erscheint, nimmt Agnetha Platz auf dem grauen Sofa, und durch das Fenster fallen die ersten Sonnenstrahlen des schwedischen Frühlings. Man sitzt einer älteren, zurückhaltenden Frau gegenüber, die sorgfältig zurechtgemacht ist für diesen Tag, schwarze hohe Ankleboots, enge schwarze Hose, weiße Hemdbluse, Lederjacke, ein bisschen zu schick, zu opportun, sicher nicht ihr eigentlicher Stil. Man schaut in ein Gesicht, in das das Leben unterschiedlichste Gefühlslagen hineingeschrieben hat, nicht nur die guten Zeiten, und eigentlich stellt sich nur eine einzige Frage, weil sich aus ihr alle anderen Fragen ableiten: Warum?
Warum kehrt eine Frau, die der Öffentlichkeit misstraut; die wegen ihrer Angstattacken nicht fliegen kann, nicht reisen; die noch heute Albträume hat von Menschenmassen, Fans, die sie auf ihren Auslandstourneen erdrücken wollen; die 13 Jahre nach Abba nicht sang, nicht mal Musik hörte, keine Musik, weil sie leergesungen war; warum also kehrt Agnetha Fältskog zurück? Es geht nicht um Geld, sagt sie bestimmt, "ich kann gut von den Platten und den Tantiemen leben". Sie lächelt. Vor 13 Jahren war sie es, die das Angebot eines Geschäftsmannes ablehnte, der eine Millliarde Dollar für eine AbbaReunion bezahlen wollte. Sie sagt: "Ich mache die CD wirklich nur aus Spaß."
Sie wollte singen, das war ihr Antrieb, nur das, es soll kein Comeback sein, sie hat es nicht geplant. "Singen ist mein Leben", sagt sie, sie sagt manchmal Sätze, die sehr einfach klingen und die sie wie einen Puffer zwischen ihreAntwort und die tiefereWahrheit dahinter schiebt. Sie wollte singen, es ist ihr Beruf, ihr einziger, sie ist mit 15 von der Schule gegangen. Und da waren diese beiden Produzenten, Jörgen Elofsson und Peter Nordahl - Elofsson hat mit Britney Spears und Kelly Clarkson gearbeitet -, und die ließen sie über eine gemeinsame Bekannte wissen, dass sie zwei Songs für sie geschrieben hätten. "Ich habe nicht nach jemandem gesucht, der mit mir eine Platte machen wollte", sagt Agnetha. "Mich überzeugten diese beiden Männer, die sich bei mir gemeldet haben. Ich sagte: Oh, okay, ich habe keine Türen geschlossen, ich kann's mir ja mal anhören. Sie kamen und spielten mir die Songs vor, und es fühlte sich an wie: Das musst du machen."
Ich habe nicht nach jemandem gesucht, der mit mir eine Platte machen wollte
Sie hat ihre Tochter Linda gefragt, sie ist Schauspielerin und auch Sängerin, sie leben zusammen auf der Insel. Linda sagte: Überleg dir genau, ob du das alles noch mal willst. "Ich weiß natürlich alles über das Karussell, in das ich wieder gehe", sagt Agnetha. Und dann, sehr forsch: "Aber ich kann es in den Griff kriegen." Wie? "Indem wir es so machen, dass ich - wie soll ich sagen - nicht zu müde werde."
Ein einziges Mal war sie nach dem Ende ihrer Solokarriere musikalisch in Erscheinung getreten, 2004, mit einem nostalgischen Album, für das sie die Songs ihrer Jugend aufnahm: Petula Clark, Connie Francis. 54 war sie da. Damals sagte sie kurzfristig alle Interviews ab, und erst, wohl auf Druck der Plattenfirma, einen Monat nach Erscheinen von "My Colouring Book" gab sie doch noch ein paar, in denen sie eigentlich nichts sagte. Die Platte war in Schweden ein kleiner Erfolg, "ich dachte damals, es wäre wohl meine letzte. Aber dann", sagt sie, "kam diese Gelegenheit".
18 Monate haben sie an der neuen Platte gearbeitet, von Januar bis Oktober 2012 war sie im Studio, das war der schönste Teil. Aber sie hatte jahrelang nicht mehr gesungen, "anfangs hatte ich Probleme", sagt sie, zeigt auf ihr Zwerchfell, "ich weiß genau, wie man singt, aber ich brauchte einige Zeit, um mich zu erinnern, wie man atmet und woher man die Kraft aus dem Bauch nimmt. Ich habe ein paar Gesangsstunden genommen, drei oder vier, dann war es wieder da, ich musste mich nur räuspern und sang los". "A" heißt die Platte, wie das A aus Abba, so, als wolle sie sich herauslösen aus der Legende, ihren Anteil für sich beanspruchen. Es sind gute Songs dabei, Pop und Balladen, zwei, drei Stücke bleiben im Kopf, manches klingt nach Abba - der Sound, Agnethas immer noch helle, erstaunlich junge Stimme.
Ihre Tochter warnte: Willst du den Rummel wirklich wieder?
Manchmal wirken Alben früherer Stars peinlich, dieses ist es nicht, aber es ist auch nicht sehr persönlich. Man lernt nichts über Agnetha dazu, außer dass sie noch immer eine gute Sängerin ist. Das Stück, das am meisten wie Abba klingt, ist ihre erste Single; auch wenn andere Songs besser sind, aber über so was entscheidet die Plattenfirma. Ihr war wichtig, erwachsen zu klingen, "es wäre dumm, wenn ich versuchen würde, etwas zu sein, was ich nicht mehr bin".

© Christopher Hunt
Aber Pop ist jung, dieser Widerspruch bleibt, auch beim Duett mit Take-ThatSänger Gary Barlow, das die Techniker im Studio zusammengefügt haben. Sie war in Urlaub, sagt Agnetha, als Gary im Studio war, sie haben sich verpasst, und dass sie gemeinsam auftreten, ist nicht geplant, so wie es erst mal auch nicht geplant ist, dass Agnetha überhaupt live singt. "Ich weiß, dass das alles dazugehört, du kannst nicht nur ins Studio gehen und dann denken, der Rest passiert von allein. Aber ich kriege Probleme, wenn es zu viel wird. Zu viele Reisen, Auftritte, das kann ich nicht mehr machen. Mir fehlt die Kraft."
Es ist viel herumgedeutet worden an den Gründen für Agnethas Rückzug; was die Öffentlichkeit Ende der 80er als legitime Auszeit eines Superstars sah, galt irgendwann als verschroben. Alkohol, Depressionen, mutmaßten die Medien, nannten sie die "Garbo", eine lichtscheue Diva, die mit ihrem Abtauchen selbstgefällig die eigene Legende nährt. Agnetha schwieg zu all dem, blieb verschwunden, auch als die Abba-Songs in den 90ern ein Revival erlebten und Benny und Björn, ihr ExMann, Erfolgs-Musicals wie "Mamma Mia" auf die Beine stellten. In einem der besten Filme über Abba, der BBCDokumentation "The Winner Takes It All", kommen alle vier noch einmal zu Wort, nur Agnetha meldet sich ohne Bild von ihrer einsamen Insel.
Auch über die Männer in ihrem Leben wurde viel gemutmaßt. Sie war nach der Trennung von Björn Ulvaeus 1978 mit einem Hockeystar zusammen, einem Designer, einem Detektiv, der ihre Kinder vor Entführungen schützen sollte. 1990 heiratete sie einen Arzt, die Ehe dauerte nur drei Jahre. 1997 begann ihre seltsame Liaison mit einem Niederländer, der sie über Jahre gestalkt und sich sogar ein Haus auf ihrer Insel gekauft hatte. Agnetha ging schließlich mit ihm eine Beziehung ein, nach zwei Jahren machte sie Schluss, er ignorierte die Trennung. Sie musste ihn anzeigen, er wurde für zwei Jahre des Landes verwiesen, dann reiste er wieder ein, stand wieder da. Die Zeitungen meldeten, Agnetha habe danach ein noch besser gesichertes Haus noch tiefer im Wald gebaut. Fragen kann man sie danach nicht, das ist die Bedingung für dieses Interview. Ob sie derzeit mit jemandem lebt? "Oh nein", sagt Agnetha und hebt den Zeigefinger, "das ist ein Geheimnis."
Die neue Platte soll ihr Privatleben nicht beschädigen, "ich will immer noch zurückgezogen leben, aber im Einklang mit dieser Platte. Ich versuche, die Arbeit in meinem Tempo zu machen". Ihr Tempo, das ist ihr Leben, das sie "bodenständig" nennt, "verwurzelt". Es sind die täglichen Spaziergänge mit ihrer zweijährigen Mopsdame und dem kleinen Pinscher Bruno. Sie geht dann zu den Ställen, ihre Tochter Linda züchtet Pferde. Sie hat keine Charity-Projekte, keinen großen Freundeskreis, sie nennt sich selbst Einzelgängerin, ihre Enkel stehen im Mittelpunkt. Manchmal singt sie mit ihnen, "ich versuche auch, ihnen Klavierspielen beizubringen, aber sie sind noch so klein, sie sind lieber bei den Pferden".
Ich träume noch häufig davon, von uns.
Mit fünf hat Agnetha zum ersten Mal vor Publikum gesungen, bei der Weihnachtsfeier eines Angel-Clubs, ihr Vater, Geschäftsführer eines Kaufhauses, schrieb in seiner Freizeit kleine Revuen, und sie trat mit ihm auf. Mit sieben lernte sie Klavierspielen, mit 14 war sie so gut, dass ihr Klavierlehrer den Job quittierte. Mit 15 jobbte sie in der Telefonzentrale einer Autofirma, mit 16 tourte sie mit einer bekannten Band durch Schweden, mit 17 nahm sie ihre ersten selbst komponierten Songs auf, mit 18 hatte sie ihren ersten Nummer-eins-Hit. Mit 19 verliebte sie sich in den Musiker Björn Ulvaeus, auf einer Geburtstagsfeier trafen die beiden Frida und Benny, sie machten zusammen Musik. 1974 dann: "Waterloo".
Die Karriere überschlug sich, fast 400 Millionen verkaufte Platten. Das Ende der Ehe mit Björn; ihre Schüchternheit, am liebsten verließ sie die Konzerthallen durch die Hintertür; das zunehmende Leiden am Tour-Stress, dem Fliegen; die Sehnsucht nach einer heilen, ruhigen Umgebung für ihre Kinder, Geborgenheit. Ob es heute einen Tag gibt, an dem sie nicht an Abba denkt? "Es gibt ein paar", sagt sie, "aber ich trage das in mir, mit mir herum, immer. Und ich träume noch häufig davon, von uns. Ich verstehe oft nicht, was ich da träume und warum, aber es ist immer noch da." Sie sei stolz auf das, was sie erreicht haben, sagt sie, "dass wir so viel Einfluss auf die Menschen hatten", und erzählt von einem kleinen Mädchen, "sie konnte noch nicht sprechen, aber das Erste, was sie sagte, war ,r' aus ,Ring, Ring'."
Aber andererseits: "Ich war Teil dieser Gruppe - das war so groß. Ich werde nie vergessen, wie wir in Australien waren, in England und anderen Ländern. Es war enorm. Und dann leidest du ein bisschen, es nimmt dir viel Kraft, auch wenn du gleichzeitig viel bekommst."
Es ist eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Warum: das Gefühl, dass es nicht zu Ende ist, weil Abba nie aufhört. Offiziell hat sich die Gruppe nie getrennt, noch immer erscheinen neue Best-of-Alben, die sich millionenfach verkaufen, laufen die Songs im Radio, gilt der Abba-Sound als unkopierbar. Wenn all das nie endet, dann will man dem irgendwann etwas entgegensetzen, mit seiner eigenen Stimme. Zeigen, dass da noch jemand ist, mit einem eigenen musikalischen Leben.
Für die neue Platte wollte sie wenigstens einen Song schreiben, "ich war nicht sicher, ob ich es noch kann, aber ich wusste, ich habe es in mir. Ich habe Tage gebraucht, aufgehört, es anders angegangen. Ich habe den Song in einer Fantasiesprache geschrieben, ein bisschen französisch, aber nicht richtig. Als ich ihn den Produzenten vorgespielt habe, habe ich gesagt: Achtet nicht auf die Wörter, nur auf die Melodie". Es ist das letzte Lied auf dem Album, es heißt "I Keep Them On The Floor Beside My Bed", es bricht aus dem Duktus des Albums heraus, weil es ein wenig nach Folk klingt, melancholisch, nach den Songs, die Agnetha früher schrieb.
"Ich trage Abba in mir, ich kann es nicht abstreifen"
Die Melancholie gehört zu ihrer Familie. Ihre Mutter, eine Hausfrau, war sehr introvertiert, sie litt unter der späteren Alkoholsucht des Vaters. Agnetha hat nie über den Tod ihrer Eltern Anfang der 90er geredet, selbst dem Abba-Biografen Carl Magnus Palm verschwieg sie, dass ihre Mutter sich umgebracht hat. Im Jahr 2000 kam es dennoch heraus. Sie war aus dem sechsten Stock gesprungen, der Vater starb zwei Jahre darauf. Die Traurigkeit, mit der Agnetha immer zu kämpfen hatte, hat viel damit zu tun.
"Es gab Jahre, in denen ich mich nicht so gut gefühlt habe", sagt sie, "das war nach dem Tod meiner Eltern. Da ging es mir sehr schlecht. Ich will darüber nicht viel reden, man muss da durch. Es beeinflusst dich, du vermisst sie, sie sind so sehr ein Teil deines Lebens. Nach ihrem Tod war ich sehr, sehr traurig und wollte ein ruhiges Leben und versuchen, damit klarzukommen." Hat sie das abgeschlossen? "Es ist wie mit Abba, du trägst es mit dir, es ist nichts, das du abstreifen könntest." Sie sei jetzt glücklicher als vor 20 Jahren, auch wenn "Älterwerden nicht sehr lustig ist, aber du musst es akzeptieren. Ich versuche, das Beste daraus zu machen. Ich achte auf mich, ich bin froh, dass es mir gutgeht, dass ich gesund bin. Ich bin dankbar für vieles, meine Kinder, meine Enkel".
Es gab Jahre, in denen ich mich nicht so gut gefühlt habe
Vielleicht kann man, wenn man ein Superstar war, nie mehr ganz zurück. Diese Platte ist Agnethas letzte Chance, ihrem offiziellen Bild ein eigenes hinzuzufügen. Sie haben Benny die Songs vorgespielt, als die Gesangsaufnahmen fertig waren, "er mochte es sehr", sagt sie. "Björn hat es noch nicht gehört, Frida auch nicht. Aber ich weiß, dass sie darüber Bescheid wissen."
Nach Abba hat Agnetha gesagt: "Ich bin gern ein kleiner Star, aber ich mag kein großer Star sein." Es stimmt noch immer, sagt sie. "Ich bin dankbar, dass ich singen kann, dass es den Leuten viel bedeutet." Ein einfacher Satz. Nicht mehr. Nur singen.
© Christopher Hunt
Meike Dinklage, 47, hat Agnetha verschwiegen, dass sie selbst als Teenager ein großer Abba-Fan war: Sie hatte mehr als 100 Abba-Poster plus "Bravo"-Starschnitt an ihren Zimmerwänden - damals allerdings war Frida ihre Lieblingssängerin.
Text: Meike Dinklage BRIGITTE 10/2013
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♦ Agnetha Fältskog: "Tengo el control esta vez"
Agnetha Faltskog
© Christopher Hunt
Ella era una superestrella y casi la rompe por eso. Un encuentro con Agnetha Fältskog, 31 años después de Abba.
La cantante Agnetha Fältskog, de 63 años, vuelve a ser el centro de atención por una puerta lateral después de 25 años de esconderse de un mundo que la adoraba con un exceso intolerable. En la Suite 490 del "Grand Hôtel" de Estocolmo, el fotógrafo ha colocado su luz, un periodista está esperando, dos relaciones públicas de la compañía discográfica rápidamente le dan un poco de información y su estilista le tira de la blusa. Es todo el escenario de su antigua vida, hotel, promoción, entrevistas. Agnetha sonríe. Los ojos, agua azul como antes, rodeados de arrugas, no sonríen. Ha tomado una decisión, va a seguir adelante con esto. Esta vez ella tiene el control.
Tiene que hacerlo, no tiene otra opción. Hizo otro disco. 31 años después de Abba, un cuarto de siglo después del final de su carrera en solitario. Desde entonces ha vivido en una isla remota al oeste de Estocolmo, en una propiedad con vallas altas que compró en 1984 para "mantenerla a ella y a sus dos hijos a salvo", como dijo en ese momento. Quería paz, y luego no pudo encontrar la salida de esta paz.
Y ahora, en Suite 490, a unas semanas del lanzamiento de su nuevo disco, Agnetha se sienta en el sofá gris y los primeros rayos del sol de la primavera sueca caen por la ventana. Te sientas frente a una mujer mayor y reservada que está cuidadosamente vestida para este día, botines negros, pantalones negros ajustados, blusa blanca, chaqueta de cuero, un poco demasiado elegante, demasiado oportuna, definitivamente no es su estilo real. Miras un rostro en el que la vida ha escrito una gran variedad de emociones, no solo los buenos momentos, y en realidad solo surge una pregunta, porque todas las demás preguntas se derivan de él: ¿Por qué?
¿Por qué regresa una mujer que desconfía del público; quien no puede volar por sus ataques de ansiedad, no puede viajar; que todavía tiene pesadillas de multitudes, fanáticos que quieren aplastarla en sus giras por el extranjero; que no cantó 13 años después de Abba, ni siquiera escuchó música, no había música porque había cantado en vacío; Entonces, ¿por qué regresa Agnetha Fältskog? No se trata de dinero, dice con firmeza, "puedo ganarme bien la vida con los discos y las regalías". Ella sonríe. Fue ella quien rechazó una oferta de un empresario hace 13 años para pagar mil millones de dólares por una reunión de Abba. Ella dice: "Realmente solo estoy haciendo el CD por diversión".
Ella quería cantar, ese era su impulso, solo que, no debería ser un regreso, no lo planeó. "Cantar es mi vida", dice, a veces dice frases que suenan muy simples y que empuja como un amortiguador entre su respuesta y la verdad más profunda detrás de ella. Ella quería cantar, es su trabajo, el único, dejó la escuela a los 15 años. Y estaban estos dos productores, Jörgen Elofsson y Peter Nordahl -Elofsson ha trabajado con Britney Spears y Kelly Clarkson- y le hicieron saber a través de un conocido en común que habían escrito dos canciones para ella. "No estaba buscando a alguien para grabar conmigo", dice Agnetha. "Me persuadieron estos dos hombres que se acercaron a mí. Yo estaba como, oh, está bien, no cerré ninguna puerta, puedo escuchar. Vinieron y me tocaron las canciones, y me sentí como: Tienes que hacer eso."
No estaba buscando a alguien que quisiera hacer un disco conmigo.
Le preguntó a su hija Linda, ella es actriz y también cantante, viven juntas en la isla. Linda dijo: Piensa con cuidado si quieres hacerlo todo de nuevo. "Por supuesto que sé todo sobre el carrusel al que vuelvo", dice Agnetha. Y luego, muy enérgicamente: "Pero puedo controlarlo". ¿Cómo? "Al hacerlo de tal manera que, cómo debería decirlo, no me canso demasiado".
Solo hizo una aparición musical tras el final de su carrera en solitario, en 2004, con un disco nostálgico para el que grabó las canciones de su juventud: Petula Clark, Connie Francis. 54 ella estaba allí. En ese momento canceló todas las entrevistas con poca antelación, y solo un mes después del lanzamiento de "My Coloring Book", probablemente bajo la presión de la compañía discográfica, todavía dio algunas en las que realmente no dijo nada. El disco fue un pequeño éxito en Suecia: "En ese momento pensé que probablemente sería el último. Pero luego", dice, "llegó esta oportunidad".
Trabajaron en el nuevo disco durante 18 meses, ella estuvo en el estudio de enero a octubre de 2012, esa fue la mejor parte. Pero hacía años que no cantaba, “al principio tuve problemas”, dice señalando su diafragma, "Sé cantar exactamente, pero me tomó un tiempo recordar cómo respirar y de dónde sacar la fuerza del estómago. Tomé algunas lecciones de canto, tres o cuatro, luego volví, solo tenía que despejarme. mi garganta y empiezo a cantar". "A" es el nombre del plato, como la A de Abba, como si quisiera romper con la leyenda y reclamar su parte. Hay buenas canciones, pop y baladas, dos o tres piezas se te quedan grabadas en la cabeza, algunas suenan como Abba: el sonido, la voz aún brillante y sorprendentemente joven de Agnetha.
Su hija advirtió: ¿De verdad quieres volver ?
A veces los álbumes de estrellas anteriores parecen vergonzosos, este no lo es, pero tampoco es muy personal. No aprendes nada sobre Agnetha aparte de que sigue siendo una buena cantante. El tema que más se parece a Abba es su primer sencillo; incluso si otras canciones son mejores, pero la compañía discográfica decide sobre eso. Para ella era importante sonar adulta, "sería una estupidez si intentara ser algo que ya no soy".
Pero el pop es joven, esta contradicción se mantiene, incluso en el dueto con el cantante de Take That, Gary Barlow, que los técnicos armaron en el estudio. Ella estaba de vacaciones, dice Agnetha, cuando Gary estaba en el estudio, se extrañaban y actuar juntos no está planeado, al igual que no está planeado que Agnetha cante en vivo por el momento. "Sé que todo es parte de eso, no puedes simplemente ir al estudio y pensar que el resto sucederá solo. Pero me meto en problemas cuando es demasiado. Demasiados viajes, conciertos, no puedo hacer eso". más. Me falta la fuerza ".
Mucho se ha malinterpretado en cuanto a las razones de la retirada de Agnetha; lo que el público vio como una pausa legítima para una superestrella a finales de los 80, finalmente se consideró extravagante. Alcohol, depresión, asumieron los medios, llamándola "Garbo", una diva tímida que alimenta con suficiencia su propia leyenda con su desaparición. Agnetha guardó silencio sobre todo esto, permaneció fuera, incluso cuando las canciones de Abba experimentaron un renacimiento en los años 90 y Benny y Björn, su exmarido, armaron exitosos musicales como "Mamma Mia". En una de las mejores películas sobre Abba, el documental de la BBC "El ganador se lo lleva todo", los cuatro vuelven a opinar, solo Agnetha informa desde su isla solitaria sin una imagen.
También se ha especulado mucho sobre los hombres en su vida. Después de separarse de Björn Ulvaeus en 1978, estuvo con una estrella del hockey, un diseñador, un detective que se suponía debía proteger a sus hijos del secuestro. En 1990 se casó con un médico, el matrimonio duró solo tres años. En 1997 comenzó su extraña relación con un holandés que la había acechado durante años e incluso compró una casa en su isla. Agnetha eventualmente entabló una relación con él, después de dos años ella rompió, él ignoró la ruptura. Ella tuvo que denunciarlo, lo expulsaron del país durante dos años, luego volvió a entrar y allí estuvo otra vez. Los periódicos informaron que Agnetha construyó una casa aún más segura en lo más profundo del bosque. No puedes preguntarle sobre eso, esa es la condición para esta entrevista. ¿Está viviendo actualmente con alguien? "Oh, no", dice Agnetha, levantando el dedo índice, "eso es un secreto".
El nuevo disco no debe dañar su vida privada, "todavía quiero vivir en reclusión, pero en armonía con este disco. Trato de hacer el trabajo a mi propio ritmo". Su ritmo es su vida, a la que llama "con los pies en la tierra", "arraigada". Son los paseos diarios con su pug de dos años y el pequeño pinscher Bruno. Luego va a los establos, su hija Linda cría caballos. No tiene proyectos de caridad, no tiene un gran círculo de amigos, se llama a sí misma una solitaria, sus nietos son el foco. A veces canta con ellos, "también trato de enseñarles a tocar el piano, pero todavía son tan pequeños que prefieren estar con los caballos".
Todavía sueño a menudo con nosotros.
Agnetha cantó por primera vez frente a una audiencia cuando tenía cinco años, en la fiesta de Navidad de un club de ángeles. Su padre, que dirige una tienda por departamentos, escribía pequeñas revistas en su tiempo libre y ella actuaba con él. Aprendió a tocar el piano a la edad de siete años y cuando tenía 14 era tan buena que su profesor de piano dejó el trabajo. A los 15 años trabajaba en la centralita de una empresa de automóviles, a los 16 estaba de gira por Suecia con una conocida banda, a los 17 grabó sus primeras canciones compuestas por ella misma, a los 18 tuvo su primer número uno. A los 19 se enamoró del músico Björn Ulvaeus, conocieron a Frida y Benny en una fiesta de cumpleaños e hicieron música juntos. Luego en 1974: "Waterloo".
La carrera dio un vuelco, casi 400 millones de discos vendidos. El fin del matrimonio con Björn; su timidez, prefirió salir de la sala de conciertos por la puerta trasera; el creciente sufrimiento por el estrés de las giras, los vuelos; el anhelo de un ambiente sano, tranquilo para sus hijos, seguridad. ¿Hay un día hoy en que ella no piense en Abba? "Hay algunos", dice, "pero los llevo conmigo, siempre. Y todavía sueño con frecuencia con nosotros. A menudo no entiendo con qué estoy soñando y por qué, pero siempre está ahí". " Está orgullosa de lo que han logrado, dice, "que hemos tenido tanto impacto en la gente", y cuenta de una niña, "todavía no podía hablar, pero lo primero que dijo fue, ring ring'".
Pero por otro lado: "Yo era parte de este grupo, era tan grande. Nunca olvidaré cómo éramos en Australia, en Inglaterra y otros países. Fue enorme. Y luego sufres un poco, se necesita mucho". de tu fuerza, también cuando obtienes mucho al mismo tiempo".
Es una posible respuesta a la pregunta por qué: el sentimiento de que no ha terminado porque Abba nunca se detiene. El grupo nunca se ha separado oficialmente, todavía se están lanzando nuevos álbumes best-of que venden millones de copias, las canciones están en la radio y el sonido de Abba se considera imposible de copiar. Si todo esto nunca termina, en algún momento querrás contrarrestarlo con tu propia voz. Demostrar que hay alguien más con una vida musical propia.
Para el nuevo disco quería escribir al menos una canción, "No estaba segura de poder hacerlo más, pero sabía que lo tenía en mí. Me tomó días, paré, lo hice diferente. Tengo la canción en uno Escrita en lenguaje de fantasía, un poco francés, pero no realmente. Cuando se la puse a los productores, les dije: "No presten atención a las palabras, solo a la melodía". Es la última canción del disco, se llama "I Keep Them On The Floor Beside My Bed", se sale del estilo del disco porque suena un poco folk, melancólica, como las canciones que escribía Agnetha.
"Llevo a Abba dentro de mí, no puedo quitármelo de encima"
Melancholy es parte de su familia. Su madre, ama de casa, era muy introvertida y padecía el posterior alcoholismo de su padre. Agnetha nunca habló sobre la muerte de sus padres a principios de los 90, ni siquiera le dijo al biógrafo de Abba, Carl Magnus Palm, que su madre se suicidó. En 2000 salió de todos modos. Había saltado desde el sexto piso, su padre murió dos años después. La tristeza con la que Agnetha siempre ha luchado tiene mucho que ver.
"Hubo años en los que no me sentía tan bien", dice, "eso fue después de que mis padres murieran. Me sentí muy mal en ese momento. No quiero hablar mucho de eso, tienes que pasar por eso. te afecta, los extrañas, son una gran parte de tu vida. Después de su muerte estaba muy, muy triste y quería tener una vida tranquila y tratar de aceptarlo". ¿Ella completó esto? "Es como Abba, lo llevas contigo, no es algo que puedas quitarte de encima". Ahora es más feliz que hace 20 años, aunque "envejecer no es muy divertido, pero hay que aceptarlo. Intento sacar lo mejor de ello. Me cuido, me alegro de haber estoy bien, que estoy sana estoy. Estoy agradecida por muchas cosas, mis hijos, mis nietos”.
Hubo años en que no me sentía tan bien
Tal vez una vez que hayas sido una superestrella nunca puedas volver atrás. Este registro es la última oportunidad de Agnetha de agregar su propia imagen a su imagen oficial. Le tocaron las canciones a Benny cuando terminaron las grabaciones vocales, "le gustó mucho", dice ella. "Björn aún no lo ha escuchado, Frida tampoco. Pero sé que ellos lo saben".
Después de Abba, Agnetha dijo: "Me gusta ser una pequeña estrella, pero no me gusta ser una gran estrella". Sigue siendo cierto, dice ella. "Estoy agradecido de poder cantar, que significa mucho para la gente". Una frase sencilla. No más. solo canta
photos © Christopher Hunt
Meike Dinklage, de 47 años, no le dijo a Agnetha que era una gran fan de Abba incluso cuando era adolescente: tenía más de 100 carteles de Abba más la estrella "Bravo" recortada en las paredes de su habitación; en ese momento, sin embargo, Frida era su cantante favorito.