jueves, 2 de noviembre de 2017

Benny: "Nosotros cuatro hemos vivido una vida normal·"




Benny Andersson
:
"Das letzte Wort hat das Publikum"
Mit Abba wurde Benny Andersson weltberühmt. Heute spielt er manchmal vor Gästen in seinem Hotel. Ein Gespräch über Abschied
Interview: Christoph Dallach
1. November 2017
AUS DER
ZEIT NR. 45/2017
DIE ZEIT 45/2017
Benny Andersson: Wie aufregend können Siebzigjährige auf der Bühne sein? Benny Andersson plant für Abba eine virtuelle Tour mit Hologrammen
Wie aufregend können Siebzigjährige auf der Bühne sein? Benny Andersson plant für Abba eine virtuelle Tour mit Hologrammen © Marcus Ericsson/dpa
INHALT

Seite 1 — "Das letzte Wort hat das Publikum"
Seite 2 — Der letzte gemeinsame Song
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DIE ZEIT: Herr Andersson, egal wie tief man gräbt, man findet einfach keine Skandale in der Karriere der Band Abba. Haben Sie tatsächlich nie ein Hotelzimmer zertrümmert und Drogenorgien gefeiert? Oder wurden Sie nur einfach nicht erwischt?


Benny Andersson: Nein, wir haben wirklich nichts gemacht. Wir vier haben ein ganz normales Leben gelebt. Wir gingen morgens zur Arbeit, schrieben Musik, spielten die im Studio ein, und abends haben wir uns um unsere Familien gekümmert. Sie werden auf keine Abba-Skandale stoßen, tut mir leid.

ZEIT: Sie sind jetzt siebzig, arbeiten Sie heute immer noch genauso diszipliniert wie damals?

Andersson: Ja, ich gehe jeden Tag in mein Büro in Stockholm, wo ich mich unter der Woche von zehn bis siebzehn Uhr um meine Angelegenheiten kümmere. Obendrein versuche ich auch täglich noch Musik zu schreiben, nur wenn mir mal der Kopf schwirrt, mache ich einen Spaziergang. Dann geht es wieder ins Büro, und pünktlich um siebzehn Uhr gehe ich nach Hause, dann ist Feierabend. Wie damals.

ZEIT: Welche großen Abba-Songs sind Ihnen nach Feierabend eingefallen?

Andersson: Kein einziger, so arbeite ich nicht. Noch nie, wirklich nie ist mir ein Song mitten in der Nacht durch den Kopf gerauscht oder während ich mit dem Hund draußen war. Mir fallen Melodien nicht einfach so in den Schoß. Ich muss spielen, spielen, spielen auf der Suche nach frischer Musik. Meistens produziere ich auf die Art viel Müll, aber manchmal ist eben auch etwas Brauchbares dabei. Ich habe dieses Grundvertrauen: Es kommt schon was, das mir gefällt, wenn ich nur Geduld habe. Das mag dann nur ein Fragment sein. Aber oft reicht es, um darauf aufzubauen.

ZEIT: Stimmt es, dass Sie nie Musikunterricht hatten und Autodidakt sind?

Andersson: Ja. Manchmal vermisse ich dieses Basiswissen. Ich könnte mich jetzt nicht mit den Noten von Debussys Clair de Lune ans Klavier setzen und präzise spielen, was da steht. Nach Gehör könnte ich es irgendwie spielen, doch dabei würde ich der komplexen Vorlage niemals gerecht. Aber die Grundlagen noch mal richtig zu lernen, dafür fühle ich mich zu alt. Dafür habe ich einfach nicht mehr genug Zeit.

ZEIT: Das Interesse an Popmusik haben Sie angeblich auch verloren ...

Andersson: Stimmt nicht! Ich war grad erst mit meinen beiden Enkelinnen bei einem Konzert von Justin Bieber.

ZEIT: Oh. Wie haben die Bieber-Fans reagiert?

Andersson: Da hat mich kein Mensch erkannt. Die waren alle zwischen neun und sechzehn Jahren alt, woher sollten die mich kennen? Und falls die mich erkannt hätten, wäre ich ihnen wahrscheinlich egal gewesen. Bei Justin Bieber war ich einfach ein Opa mit Enkelkindern.

DIE ZEIT 45/2017
Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 45/2017. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen.
ZEIT: Hat Ihnen das Konzert gefallen?

Andersson: Das hat mir sogar sehr gut gefallen! Ich war wirklich verblüfft, dass Justin Bieber so ein kompetenter Musiker ist. Er kann singen, spielte sehr gut Gitarre und überzeugte auch am Schlagzeug. Das hätte ich nicht vermutet. Er ist eindeutig keine Figur, die von der Industrie erfunden wurde.

ZEIT: Aber er scheint zunehmend unter seinem Ruhm zu leiden. Er wirkt oft, als mache es ihm gar keinen Spaß, so eine öffentliche Person zu sein.

Andersson: Was ich gut nachvollziehen kann. Er ist noch so jung und völlig allein, das macht den Job viel anstrengender. Wie es wirklich ist, in dieser Rolle zu stecken, darüber kann er sich ja nur mit sehr wenigen Menschen austauschen, die wirklich eine Ahnung davon haben, was er da erlebt. Ich war immer froh, Teil einer Band zu sein. Wir waren zu viert, und innerhalb dieses Quartetts standen die Frauen Frida und Agnetha im Rampenlicht, sie waren die Gesichter von Abba. Sie mussten die Songs singen und wurden von den Massen angestarrt. Björn und ich blieben im Schatten. Stattdessen waren wir für die Musik verantwortlich. Ich sehe das immer noch als faire Arbeitsteilung.




Benny Andersson
:
"Das letzte Wort hat das Publikum"
Seite 2/2: Der letzte gemeinsame Song
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Seite 1 — "Das letzte Wort hat das Publikum"
Seite 2 — Der letzte gemeinsame Song
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ZEIT: Was halten Sie von dem Klischee, dass schwedische Popmusik ganz besonders melancholisch ist?


Andersson: Da ist etwas dran. Alle schwedische Musik lässt sich auf die Tradition unserer alten Volkslieder zurückführen, und die sind ziemlich düster. Wir haben wenig Sonne in unserem Land, und die Dunkelheit hält lange an, das schlägt sich auch in der Kunst nieder. Wer einen Winter in Schweden verbracht hat, weiß, was ich meine. Euphorisch wird man da nicht. Mich hat das auch beeinflusst.

ZEIT: The Day Before You Came, den melancholischsten aller Abba-Songs, haben Sie nun für Ihr Soloalbum Piano neu interpretiert als Klavierstück. Stimmt es, dass das Original der letzte Song ist, den Abba im Studio eingespielt haben?

Andersson: Ja, das war unser letzter Song. Ich hänge auch daran, weil ich den Text fantastisch finde.

ZEIT: "I must have lit my seventh cigarette at half past two / And at the time I never even noticed I was blue." Das nimmt einen schon mit.

Andersson: Da denkt jemand über sein Leben nach, das in Ordnung, aber auch ein wenig langweilig war, bis irgendwann jemand Ungewöhnliches, Neues aufgetaucht ist. Ich mag auch die Musik und hatte Lust, mich noch einmal mit ihr auseinanderzusetzen. Auch um herauszufinden, wie die Musik ohne den Text dasteht. Dabei war ich mir überhaupt nicht sicher, ob das funktionieren würde. Ich bin immer noch so nervös, weil ich nicht genau weiß, was dem Publikum gefällt.

ZEIT: Das meinen Sie nicht im Ernst.

Andersson: Doch! Und zu Recht! Als vor fast zwanzig Jahren dieses Mamma Mia!- Musical in London vorbereitet wurde, schaute ich mir die ersten Proben an und muss gestehen, dass die mich ratlos zurückließen. Was bitte sollte das denn sein? Der Sound war zwar gut, die Sänger auch – so etwas kann ich beurteilen. Aber die Geschichte hat mich verwirrt: Was hat unsere Musik bitte mit einem Mädchen zu tun, das in Griechenland versucht, herauszufinden, wer von drei Typen sein Vater sein könnte? Glauben Sie mir, das hat auch andere der Beteiligten vor Rätsel gestellt! Aber das letzte Wort hat immer das Publikum. Und genauso kam es: Das Publikum war begeistert, also waren wir es dann auch. So einfach ist das.

ZEIT: In zwei Jahren soll es eine virtuelle Abba-Tour geben. Hologramme von Ihnen und den anderen werden, begleitet von einer Live-Band, die alten Hits runterleiern. Ist das die endgültige Absage an eine echte Rückkehr auf die Bühne?

Andersson: Das haben wir doch alles hinter uns. Und mal ehrlich: Wie aufregend können vier Senioren in ihren Siebzigern auf einer Bühne sein? Wenn sie Sachen aufwärmen, die bald ein halbes Jahrhundert alt sind? Aber ich verstehe die Frage sogar, wir könnten es ja theoretisch, wir leben ja alle vier noch. (er klopft auf den Holztisch)

ZEIT: Stimmt eigentlich die Geschichte, dass man Sie mit etwas Glück in der Bar eines Hotels in Stockholm erleben kann, wo Sie am Klavier sitzen und alte Volkslieder für die verblüfften Gäste spielen?

Andersson: Das stimmt, mir macht das Spaß. Und keiner kann es mir verbieten, denn das Hotel gehört mir! Ich habe mir lieber ein Hotel gekauft, statt in den Hotels anderer die Zimmer zu demolieren.
Benny Andersson: Piano
(Deutsche Grammophon/Universal)
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Benny Andersson
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"La última palabra la tiene el público"
Con Abba Benny Andersson se hizo mundialmente famoso. Hoy a veces juega frente a los invitados en su hotel. Una conversación sobre la despedida
Entrevista: Christoph Dallach
1 de noviembre de 2017

Benny Andersson: ¿Qué tan emocionante pueden estar en el escenario los setenta años? Benny Andersson está planeando una visita virtual de hologramas para Abba
¿Qué tan emocionante pueden estar los setenta años en el escenario? Benny Andersson planea una visita virtual de hologramas para Abba © Marcus Ericsson / dpa
CONTENIDO

Página 1 - "La última palabra que tiene el público"
Página 2 - La última canción juntos

EL TIEMPO: Sr. Andersson, no importa cuán profundo excave, simplemente no puede encontrar ningún escándalo en la carrera de la banda Abba. ¿Nunca has destrozado una habitación de hotel y celebrado orgías de drogas? ¿O simplemente no te atraparon?


Benny Andersson: No, realmente no hicimos nada. Nosotros cuatro hemos vivido una vida normal. Fuimos a trabajar por la mañana, escribimos música, la grabamos en el estudio y por la tarde nos ocupamos de nuestras familias. No encontrarás ningún escándalo de Abba , lo siento.

ZEIT: Ahora tienes setenta años, ¿todavía trabajas tan disciplinado hoy como lo hiciste entonces?

Andersson: Sí, todos los días voy a mi oficina en Estocolmo, donde me ocupo de mis asuntos durante la semana de las diez a las cinco en punto. Además de eso, también trato de escribir música todos los días, solo cuando mi cabeza está zumbando, salgo a caminar. Luego regreso a la oficina y regreso puntualmente a casa a las cinco en punto, luego es hora de irme. Como entonces.


ZEIT: ¿Qué grandes canciones de Abba se te ocurrieron después del trabajo?

Andersson: Ni uno solo, así no es como trabajo. Nunca, nunca una canción me pasó por la cabeza en mitad de la noche o mientras estaba afuera con el perro. Las melodías no solo caen en mi regazo. Tengo que jugar, jugar, jugar en busca de música fresca. La mayoría de las veces produzco mucha basura en el camino, pero a veces también hay algo útil aquí. Tengo esta confianza básica: viene algo que me gusta, si solo tengo paciencia. Eso puede ser solo un fragmento. Pero a menudo lo suficiente como para construir sobre él.

ZEIT: ¿Es cierto que nunca has tenido clases de música y eres autodidacta?

Andersson: Sí. A veces extraño este conocimiento básico. No podía sentarme al piano con las notas de Clair de Lune de Debussy y tocar exactamente lo que está escrito. De oído podría jugarlo de alguna manera, pero nunca haría justicia a la plantilla compleja. Pero para aprender los conceptos básicos una vez más, me siento demasiado viejo para eso. Simplemente no tengo suficiente tiempo para eso.

ZEIT: El interés en la música pop que supuestamente perdiste ...

Andersson: ¡ Eso no es verdad! Estaba solo con mis dos nietas en un concierto de Justin Bieber .

TIEMPO: Oh. ¿Cómo reaccionaron los fanáticos de Bieber?

Andersson: Nadie me reconoció. Todos tenían entre nueve y dieciséis años, ¿cómo me conocerían? Y si me reconocieran, probablemente no me hubiera importado. En Justin Bieber, solo era un abuelo con nietos.

EL TIEMPO 45/2017
Este artículo es del TIME no. 45/2017. Aquí puedes leer el problema completo.
TIME: ¿Te gustó el concierto?

Andersson: ¡Realmente me gustó eso! Estaba realmente desconcertado de que Justin Bieber fuera un músico tan competente. Él puede cantar, tocar la guitarra muy bien y también convencido en la batería. No lo habría adivinado. Él claramente no es una figura inventada por la industria.

TIEMPO: Pero parece estar sufriendo cada vez más por su fama. A menudo actúa como si no le gustase ser una persona tan pública.

Andersson: Lo que puedo entender bien. Todavía es muy joven y completamente solo, lo que hace el trabajo mucho más agotador. Solo puede hablar sobre lo que realmente significa ser en este rol con muy pocas personas que realmente tengan una idea de lo que está experimentando. Siempre estuve feliz de ser parte de una banda. Había cuatro de nosotros, y dentro de este cuarteto estaban las mujeres Frida y Agnetha en el centro de atención, eran las caras de Abba. Tuvieron que cantar las canciones y fueron miradas por las masas. Björn y yo nos quedamos a la sombra. En cambio, fuimos responsables de la música. Aún veo eso como una división justa del trabajo.



ZEIT: ¿Qué piensas del estereotipo de que la música pop sueca es particularmente melancólica?


Andersson: Hay algo en eso. Toda la música sueca se remonta a la tradición de nuestras viejas canciones populares, y son bastante sombrías. Tenemos poco sol en nuestro país, y la oscuridad dura mucho tiempo, lo que se refleja en el arte. Cualquiera que haya pasado un invierno en Suecia sabe a qué me refiero. Eufórico no estarás allí. También me afectó.

TIME: The Day Before You Came, la canción más melancólica de Abba, ahora ha sido reinterpretada como una pieza para piano para tu álbum en solitario Piano . ¿Es cierto que el original es la última canción que Abba grabó en el estudio?

Andersson: Sí, esa fue nuestra última canción. También me aferro a él, porque el texto me parece fantástico.

HORA: "He tenido mi séptimo cigarrillo a las dos y media. Eso te lleva ya.

Andersson: Alguien piensa en su vida, lo cual estuvo bien, pero también fue un poco aburrido, hasta que en algún momento surgió algo inusual y nuevo. También me gusta la música y me sentí como tratar con ella de nuevo. También para descubrir cómo se encuentra la música sin el texto. Ni siquiera estaba seguro de si eso funcionaría. Todavía estoy tan nervioso porque no sé exactamente qué le gusta a la audiencia.

ZEIT: No lo dices en serio.

Andersson: ¡Sí! ¡Y con razón! Cuando este Mamma Mia! Musical se preparó en Londres hace casi veinte años , miré los primeros ensayos y debo confesar que me dejaron perdido. ¿Qué debería ser eso? El sonido fue bueno, los cantantes también, puedo juzgar eso. Pero la historia me ha dejado perplejo: ¿qué tiene que ver nuestra música con una chica que trata de descubrir quién es de los tres tipos que su padre es en Grecia? ¡Créanme, eso también ha desconcertado a otros de los participantes! Pero la última palabra es siempre la audiencia. Y así es exactamente como sucedió: la audiencia estaba encantada, así que estábamos. Es así de fácil.

HORA: en dos años habrá una gira Abba virtual. Los hologramas de ti y los demás, acompañados por una banda en vivo, harán que bajen los viejos éxitos. ¿Es este el rechazo final de un retorno real al escenario?

Andersson: Tenemos todo detrás de nosotros. Y enfrentémoslo: ¿cuán emocionantes pueden estar cuatro personas mayores en el escenario en sus setenta años? ¿Cuándo calientan cosas que tienen casi medio siglo de antigüedad? Pero incluso entiendo la pregunta, podríamos teóricamente, todavía vivimos los cuatro. (golpea la mesa de madera)

ZEIT: ¿Es realmente cierto que en el bar de un hotel en Estocolmo, puede tener la suerte de encontrarse sentado al piano tocando antiguas canciones populares para los asombrados invitados?

Andersson: Es correcto, es divertido para mí. ¡Y nadie puede prohibirme, porque el hotel es mío ! Preferí comprar un hotel en lugar de demoler las habitaciones de otros hoteles.
Benny Andersson: Piano
(Grammophon alemán / Universal)

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