One city in North America and one in Asia?
"Sundin hopes the show will run in London for a few more years. However, there are plans to set up other long-term locations in parallel. There is interest from many places. One city in North America and one in Asia are currently in view"
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Pophouse-Chef Per Sundin: Der Herr der Abba-Avatare
Pophouse-Chef Per Sundin: Der Herr der Abba-Avatare
Nicht alles hier ist digital: Bei der Show in der eigens errichteten Arena in London gibt es auch eine echte Band (links auf der Bühne).
Per Sundin war notgedrungen einer der Pioniere des Streaming. Heute führt er das von Abba-Songwriter Björn Ulvaeus mitgegründete Unternehmen Pophouse. Die Avatar-Show ist nur ein Teil seiner Aufgabe.
Netflix-Star dürfte nicht auf der Bucket List von Per Sundin gestanden haben – und so ganz ist er es auch nicht geworden. Schließlich verkörpert den 59 Jahre alten Schweden in der aktuellen Netflix-Serie über die Entstehung von Spotify ein Schauspieler. Doch durch „The Playlist“ ist sein Name nun auch vielen bekannt, die sich mit der Musikindustrie nur am Rande oder gar nicht beschäftigen. „Meine Person und Perspektive stehen stellvertretend für drei oder vier“, sagt Sundin. Natürlich sei nicht alles wie dargestellt geschehen, „aber ich bin happy damit, wie ich gespielt wurde“.
Als einer der Köpfe hinter der in einer eigens errichteten Arena in London stattfindenden Abba-Show mit digitalen Abbildern der vier Stars hat er ebenfalls allen Grund, zufrieden zu sein: „Die erste reguläre Show war am 27. Mai, seitdem war jede ausverkauft, und wir machen sieben Shows die Woche“, sagt Sundin und verweist auf den stolzen Wert von 730 000 verkauften Karten – Stand 1. November. Das Unterfangen war freilich alles andere als günstig. Von 175 Millionen Dollar ist die Rede. Bis zur Gewinnschwelle brauchen sie laut Sundin insgesamt 3 Millionen Tickets, bei Preisen ab 24 Euro.
„Ich bin mir nicht sicher, ob Spotify ohne Pirate Bay jemals so durchgestartet wäre“
Die Zeit, zu der die Netflix-Folge mit ihm spielt, war für ihn freilich alles andere als schön. „Von 2000 bis 2008 wurde der Umsatz der schwedischen Musikindustrie halbiert“, blickt Sundin auf die Hochzeiten der illegalen Download-Plattformen zurück. „250 Mitarbeiter habe ich in diesen Jahren entlassen müssen, und niemanden hat es so recht interessiert, wir galten als Dinosaurier.“
Das Internet dagegen ist frei, und alles sollte frei zu haben sein: So sei die generelle Stimmung in den frühen 2000er-Jahren in Schweden gewesen – das Worst-Case-Szenario für ihn als lokaler Sony-Music -Chef und von 2008 an für die skandinavischen Länder verantwortlicher Manager von Universal Music. Kleine Hoffnungsschimmer habe es immer wieder gegeben. Etwa als Apple iTunes launchte, doch der Dienst habe in Schweden nie richtig Fuß gefasst. Andere Bezahldienste kamen und gingen, ebenso wie der kurze Trend zu Klingeltönen. Es half wenig. „Warum sollten Leute auch online für Musik bezahlen, wenn sie sie gratis herunterladen konnten?“
In einer Szene sei er bei Eltern von Freunden seiner Kinder zu Besuch, kommt Sundin auf die Serie zurück: „Da steht eine superteure Anlage im Haus, aber Musik laden sie bei Pirate Bay herunter.“ Solche Situationen hätten sich tatsächlich ereignet. „Wir waren wirklich verzweifelt.“
Natürlich ging die Musikindustrie mit harten Bandagen gegen die Plattformen vor, aber der Trend zum Digitalen an sich ließ sich nicht verbieten. Das digitale Vorreiterland Schweden stand hier besonders im Fokus. Denn damit ging auch einher, dass die Piraterie floriert habe wie in kaum einem anderen Land, so Sundin: „Wir brauchten einfach einen Dienst, der funktioniert.“ Irgendwann habe es jeder gemerkt, der Druck sei zu groß gewesen, um sich gegen die Veränderung zu wehren, resümiert Sundin: „Ich bin mir nicht sicher, ob Spotify ohne Pirate Bay jemals so durchgestartet wäre.“
Abba ist überall
Aus heutiger Perspektive, mit einem vom Streaming dominierten, seit Jahren wachsenden Markt und ebenfalls stetig zulegenden Milliardenumsätzen der großen Musikunternehmen mit ihren riesigen Katalogen, erscheinen diese Zeiten weit weg. Auch Sundin blickt auf die jüngere Vergangenheit viel lieber zurück. Als einer der Ersten, der mit Spotify und Daniel Ek („ein großartiger Typ, recht bescheiden und eher introvertiert“) zusammengearbeitet hatte, war der schwedische Manager plötzlich überall gefragt. „Ich war der Streaming-Pionier und habe viele Reden gehalten und erklärt, wie wir mit diesem neuen Format umgehen“, sagt Sundin. Obendrein hätten die schwedischen Nutzer Spotify anfangs derart dominiert, dass man mit einem Top-Ten-Hit in Schweden global schnell in den Top 50 gelandet sei. „Diese Phase war eine einmalige Gelegenheit für uns, das habe ich meinem Team immer wieder gesagt.“
Die Zeiten sind vorbei – und auch Sundin treibt heute keine Label-Mitarbeiter mehr an oder nimmt den womöglich nächsten Topstar unter Vertrag wie einst den DJ Avicii.
Seit September 2019 führt er Pophouse Entertainment . Sundins alter Arbeitgeber Universal Music hält eine kleine Beteiligung
an dem Unternehmen, die Mehrheit liegt aber bei den beiden Gründern: Abba-Songwriter Björn Ulvaeus und Conni Jonsson – seines Zeichens auch Gründer der Beteiligungsgesellschaft EQT . „Alles steht unter der groben Überschrift Entertainment und geistiges Eigentum“, fasst Sundin den Fokus von Pophouse zusammen.
Zum Portfolio gehört etwa die laut Sundin „größte Podcast-Firma“ Schwedens, ein Gaming-Zentrum in Stockholm, das Abba-Museum oder zwei andere Projekte mit Abba-Beteiligung: Die „musikalische Dinner-Party“ („Mamma Mia The Party“) und ein Pippi-Langstrumpf-Musical – mit Texten und Musik von, natürlich, Ulvaeus und in diesem Fall auch dem anderen Abba-B, Benny Anderson.
„Abba haben 2020 mehr Geld aus der Vermarktung ihrer Musik verdient als 1981“
Die breite Vermarktung der Abba-Welt ist gewissermaßen das Idealbild für Sundins weitere musikalische Pläne. Pophouse hat Ende März die Rechte an den Aufnahmen sowie die Autorenrechte der Elektro-Gruppe Swedish House Mafia übernommen. Ende September kamen 75 Prozent der Rechte an den Aufnahmen sowie 75 Prozent der Autorenrechte des 2018 verstorbenen DJ-Superstars Avicii dazu. Weitere sollen folgen, sagt Sundin.
Auch im Vergleich weniger globale, aber dafür in lokalen Märkten wie Lateinamerika oder etwa Deutschland sehr beliebte Kataloge seien durchaus attraktiv für Pophouse. Entscheidend sei dabei, dass sich mit dem Katalog und der Marke eines Künstlers gut arbeiten lasse, um ihn auf verschiedenste Art und Weisen auch neuen Generationen nahezubringen, so Sundin. „Bei jedem Katalog präsentieren wir den potentiellen Verkäufern eine Roadmap für die kommenden zehn Jahre, um zu zeigen, was wir uns vorstellen können.“
Die Konkurrenz ist groß, nicht zuletzt mit Blick auf allerlei Riesen aus der Finanzwelt. „Wir waren bislang noch nicht wirklich Teil eines Bieterwettstreits, nur einmal beim Pink-Floyd-Katalog, aber da ging es wohl eher darum, den Preis hochzutreiben, und wir waren dann wieder außen vor“, sagt Sundin. Verstecken müsse sich Pophouse keineswegs. Wie die Marke Abba und ihr Katalog mit Musical, Museum oder jetzt der Avatar-Show über viele Jahre erfolgreich gepflegt worden sei, mache Eindruck bei anderen Musikern oder deren Erben, ist sich Sundin sicher.
Neue Künstler großzumachen und eine nachhaltige Karriere aufzubauen, das sei heute wirklich kompliziert: „Du konkurrierst mit jedweder Musik, die vor dir gemacht wurde.“ Dazu komme die Masse an neuen Stücken, die heutzutage kinderleicht veröffentlicht werden können. Sundin selbst braucht das seit seinem Wechsel nicht mehr zu kümmern. Für ihn geht es darum, in diesem Umfeld die Pophouse-Kataloge beliebt zu halten – oder besser: noch beliebter zu machen.
Firma von George Lucas zieht die Fäden
„Abba haben 2020 mehr Geld aus der Vermarktung ihrer Musik verdient als 1981“, rechnet er vor. Damals, als ihr bis zu „Voyage“ (Ende 2021) letztes Album erschien, hätten sie aber auch nur in Nordamerika, Westeuropa, Australien, Neuseeland und Japan Platten verkaufen können. Heute könne ihre gesamte Musik fast überall permanent gehört werden, wofür stets ein kleiner Betrag anfällt, und der Streamingmarkt wachse ja immer weiter. In Asien, Indien oder Afrika liege noch so viel Potential für neue Nutzer. Auch weitere Preiserhöhungen in etablierten westlichen Märkten dürften „langsam, aber stetig“ kommen, zeigt er sich optimistisch. Trotz der Krise gute Aussichten für Katalogkäufer – solange sie realistisch an die Sache herangingen und „die Arbeit mit Musik verstehen“.
Eine Avatar-Show aufziehen werden in absehbarer Zeit aber wohl die wenigsten. Die Idee für das teure Großprojekt, in das neben Pophouse und Universal noch andere Investoren Geld gesteckt haben, reicht bis 2016 zurück. Damals traf sich Sundin in den USA mit Simon Fuller, der unter anderem die erfolgreiche Casting-Show „American Idol“ produziert hat. „Als wir in seinem Haus in Bel Air brunchten, begann er davon zu reden, wie 2Pac 2012 auf dem Coachella und Michael Jackson 2014 bei den Billboard-Awards als Hologramme erschienen waren“, erzählt Sundin. „Es war klar: Er wollte über Abba reden, denn sie waren begehrt wie kaum ein anderer Act – nach wie vor enorm populär, aber sie wollten eben nicht mehr touren, obwohl ihnen sehr viel Geld geboten worden war.“
Dass es bis Mai dieses Jahres bis zur Premiere der „Abbatare“ dauerte, hat eine ganze Reihe von Gründen. Angefangen dabei, dass Sundin, Ulvaeus, Andersson und Co. die schon länger laufende Michael-Jackson-Hologramm-Show nicht gefiel. „Wenn du von einem Winkel aus auf ein Hologramm schaust, dann ist das für drei Songs in 15 Minuten okay, aber nicht für 90 Minuten“, sagt Sundin. Letztlich arbeitete das Team mit ILM, der auf visuelle Effekte spezialisierten Firma von Star-Wars-Erfinder George Lucas, zusammen, um voll animierte Abbilder der Musiker zu schaffen – im Stile ihrer selbst aus den 70er-Jahren versteht sich.
Berlin als ein nächstes Ziel für die Abba-Avatare?
„Vier Wochen haben wi r die vier in Motion Capture Suits aufgenommen“, sagt Sundin. Mehr als 150 Kameras, ein rund 850 Köpfe großes Technikteam und eine Milliarde Computerstunden zur Erstellung der digitalen Abbilder und der Choreographie. Es gibt diverse Daten, die den Aufwand unterstreichen, coronabedingte Probleme einmal außer Acht gelassen. Parallel entstand die 3000 Fans fassende Arena mit der riesigen Leinwand als Herzstück gebaut. Unter dem Dach hängen rund 600 Tonnen Material, sagt Sundin. Und als sei alles nicht schon kompliziert genug gewesen, habe das Material zur Schalldämmung zwei Schiffe hinter der havarierten Ever Given im Suezkanal festgesteckt. „Über die Zeit könnte man auch eine Serie drehen“, sagt er lachend.
Dank digitaler Avatare : Abba-Comeback 40 Jahre nach Trennung
In London soll die Show nun noch einige Jahre laufen, hofft Sundin. Andere längerfristige Standorte parallel aufzubauen sei aber in Planung. Interesse gebe es von vielen Orten. Eine Stadt in Nordamerika und eine in Asien habe man aktuell im Blick. Vielleicht kämen die Avatare aber auch mal ein paar Jahre nach Berlin, sagt Sundin – genügend Abba-Fans gibt es hierzulande wohl: „Unter den Fans in London kommen nach Engländern auf Platz zwei Deutsche.“
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Pophouse Boss Per Sundin: Avatares del Señor de Abba
Pophouse Boss Per Sundin: Avatares del Señor de Abba
No todo aquí es digital: el espectáculo en el estadio especialmente diseñado en Londres también presenta una banda real (a la izquierda del escenario).
Per Sundin fue, forzosamente, uno de los pioneros del streaming. Hoy dirige Pophouse, una empresa cofundada por el compositor de Abba Björn Ulvaeus. El show de avatares es solo una parte de su trabajo.
La estrella de Netflix no debería haber estado en la lista de deseos de Per Sundin, y ciertamente no lo estaba. Al fin y al cabo, un actor encarna al sueco de 59 años en la actual serie de Netflix sobre la creación de Spotify. Pero a través de "The Playlist", su nombre ahora es conocido por muchos que solo están marginalmente involucrados con la industria de la música o no lo están en absoluto. "Mi persona y perspectiva son representativas de tres o cuatro", dice Sundin. Por supuesto, no todo sucedió como se muestra, "pero estoy contento con la forma en que se jugó".
Como uno de los cerebros detrás del espectáculo de ABBA, que tuvo lugar en un estadio especialmente diseñado en Londres y con imágenes digitales de las cuatro estrellas, también tiene motivos para estar satisfecho: "El primer espectáculo regular fue el 27 de mayo, cada uno se ha vendido desde entonces, y hacemos siete funciones a la semana”, dice Sundin, señalando la orgullosa cifra de 730,000 boletos vendidos hasta el 1 de noviembre. Por supuesto, la empresa fue cualquier cosa menos barata. Se habla de $175 millones. Según Sundin, necesitan un total de 3 millones de entradas para cubrir los gastos, con precios a partir de 24 euros.
"No estoy seguro de que Spotify hubiera despegado jamás sin Pirate Bay"
El momento en que el episodio de Netflix jugó con él fue todo menos agradable para él. "De 2000 a 2008, las ventas en la industria musical sueca se redujeron a la mitad", dice Sundin, recordando el apogeo de las plataformas de descarga ilegal. "Tuve que despedir a 250 empleados en esos años, y a nadie realmente le importaba, éramos considerados dinosaurios".
Internet, por otro lado, es gratis y todo debería ser gratis: ese era el estado de ánimo general en Suecia a principios de la década de 2000: el peor escenario para él como jefe local de Sony Music y, a partir de 2008, para los países escandinavos Gerente de Música Universal. Siempre había pequeños destellos de esperanza. Por ejemplo, cuando Apple lanzó iTunes, pero el servicio nunca llegó realmente a establecerse en Suecia. Otros servicios de pago han ido y venido, al igual que la tendencia de los tonos breves. No ayudó mucho. "¿Por qué la gente pagaría por la música en línea cuando podría descargarla gratis?"
En una escena en la que estaba visitando a los padres de los amigos de sus hijos, Sundin vuelve a la serie: "Hay un sistema súper caro en la casa, pero descargan música de Pirate Bay". "Estábamos realmente desesperados".
Por supuesto, la industria de la música tomó medidas enérgicas contra las plataformas, pero la tendencia digital en sí misma no se pudo prohibir. El país pionero digital, Suecia, estuvo particularmente en el centro de atención aquí. Porque esto también significaba que la piratería había florecido como en casi ningún otro país, según Sundin: "Simplemente necesitábamos un servicio que funcionara". hasta: "No estoy seguro si Spotify alguna vez hubiera despegado así sin Pirate Bay".
Abba está en todas partes
Desde la perspectiva actual, con un mercado dominado por la transmisión que ha estado creciendo durante años y también aumentando constantemente las ventas de miles de millones de grandes compañías de música con sus enormes catálogos, esos tiempos parecen lejanos. Sundin también prefiere mirar hacia atrás en el pasado reciente. Como uno de los primeros en trabajar con Spotify y Daniel Ek ("un gran tipo, bastante humilde y bastante introvertido"), el gerente sueco de repente fue solicitado en todas partes. "Fui el pionero de la transmisión y di muchos discursos y expliqué cómo estamos lidiando con este nuevo formato", dice Sundin. Además de eso, los usuarios suecos inicialmente dominaron tanto Spotify que un éxito entre los diez primeros en Suecia rápidamente aterrizó entre los 50 principales a nivel mundial. "Esta fase fue una oportunidad única para nosotros, se lo he dicho a mi equipo una y otra vez".
Esos tiempos han terminado, e incluso Sundin ya no conduce a los empleados de la discográfica ni firma a la posible próxima estrella principal como lo hizo alguna vez DJ Avicii.
A partir de septiembre de 2019, dirige Pophouse Entertainment. El antiguo empleador de Sundin, Universal Music, tiene una pequeña participación en la empresa, pero la mayoría está en manos de la b
Dos fundadores: el compositor de Abba Björn Ulvaeus y Conni Jonsson, también fundadora de la empresa de inversión EQT. "Todo cae bajo el título amplio de entretenimiento y propiedad intelectual", resume Sundin el enfoque de Pophouse.
La cartera incluye la que, según Sundin, es la "mayor empresa de podcasts de Suecia", un centro de juegos en Estocolmo, el Museo Abba u otros dos proyectos con participación de Abba: la "cena musical" ("Mamma Mia The Party") y un Musical de Pippi Calzaslargas - con letra y música de, por supuesto, Ulvaeus y, en este caso, el otro Abba-B, Benny Anderson.
"Abba ganó más dinero comercializando su música en 2020 que en 1981"
El amplio marketing del mundo de Abba es, por así decirlo, la imagen ideal para los futuros planes musicales de Sundin. A finales de marzo, Pophouse se hizo con los derechos de las grabaciones y los derechos de autor del grupo electrónico Swedish House Mafia. A fines de septiembre, se agregaron el 75 por ciento de los derechos de las grabaciones y el 75 por ciento de los derechos de autor de la superestrella DJ Avicii, quien murió en 2018. Seguirán más, dice Sundin.
Los catálogos que son menos globales en comparación pero muy populares en mercados locales como América Latina o Alemania son ciertamente atractivos para Pophouse. Es crucial que sea fácil trabajar con el catálogo y la marca de un artista, para que las nuevas generaciones puedan conocerlos de diversas maneras, dice Sundin. "Con cada catálogo, presentamos a los vendedores potenciales una hoja de ruta para los próximos diez años para mostrar lo que podemos imaginar".
La competencia es feroz, sobre todo con vistas a todo tipo de gigantes del mundo financiero. "Realmente no hemos sido parte de una guerra de ofertas antes, solo una vez con el catálogo de Pink Floyd, pero probablemente se trató más de subir el precio y luego nos quedamos fuera nuevamente", dice Sundin. Pophouse no tiene que esconderse en absoluto. Sundin está seguro de que la forma en que la marca Abba y su catálogo con musicales, museos y ahora el espectáculo Avatar se han mantenido con éxito durante muchos años impresiona a otros músicos o a sus herederos.
Criar nuevos artistas y construir una carrera duradera es realmente complicado en estos días: "Estás compitiendo con cualquier música que se haya hecho antes que tú". El propio Sundin ya no tiene que preocuparse por eso desde su mudanza. Para él, se trata de mantener los catálogos de pop house populares en este entorno, o mejor: hacerlos aún más populares.
La compañía de George Lucas mueve los hilos
“Abba ganó más dinero con la comercialización de su música en 2020 que en 1981”, calcula. En ese entonces, cuando se lanzó su último álbum hasta "Voyage" (finales de 2021), solo podrían haber vendido discos en América del Norte, Europa Occidental, Australia, Nueva Zelanda y Japón. Hoy, toda su música se puede escuchar en casi cualquier lugar de forma permanente, por lo que siempre hay una pequeña tarifa, y el mercado de transmisión continúa creciendo. Todavía hay mucho potencial para nuevos usuarios en Asia, India y África. Es probable que se produzcan nuevos aumentos de precios en los mercados occidentales establecidos "lenta pero constantemente", dice con optimismo. Buenas perspectivas para los compradores de catálogo a pesar de la crisis, siempre que aborden el asunto de manera realista y "entiendan cómo trabajar con música".
Sin embargo, muy pocos presentarán un espectáculo de avatares en el futuro previsible. La idea del costoso proyecto a gran escala, en el que otros inversores han invertido dinero además de Pophouse y Universal, se remonta a 2016. En ese momento, Sundin conoció a Simon Fuller en los EE. UU., quien, entre otras cosas, produjo el exitoso programa de casting "American Idol". "Cuando estábamos almorzando en su casa en Bel Air, comenzó a hablar sobre cómo 2Pac apareció como hologramas en Coachella en 2012 y Michael Jackson en los Premios Billboard de 2014", dice Sundin. "Estaba claro: quería hablar sobre Abba, porque tenían más demanda que ningún otro grupo; seguían siendo enormemente populares, pero simplemente no querían seguir de gira, a pesar de que les habían ofrecido mucho dinero".
Hay una serie de razones por las que se tomó hasta mayo de este año para el estreno de “Abbatare”. Comenzando con el hecho de que a Sundin, Ulvaeus, Andersson y compañía no les gustó el espectáculo de hologramas de Michael Jackson. "Si miras un holograma desde un ángulo, está bien para tres canciones en 15 minutos, pero no para 90 minutos", dice Sundin. En última instancia, el equipo trabajó con ILM, la compañía de efectos visuales del creador de Star Wars, George Lucas, para crear imágenes completamente animadas de los músicos, al estilo de los mismos de los años 70, por supuesto.
¿Berlín como próximo destino para los avatares de Abba?
"Cuatro semanas grabamos a los cuatro en trajes de captura de movimiento", dice Sundin. Más de 150 cámaras, un equipo técnico de unas 850 personas y mil millones de horas de ordenador para crear las imágenes digitales y la coreografía. Hay varios datos que subrayan el esfuerzo, los problemas relacionados con la corona se ignoraron. Al mismo tiempo, se construyó la arena con una capacidad de 3.000 aficionados con la pantalla gigante como pieza central. Alrededor de 600 toneladas de material cuelgan bajo el techo, dice Sundin. Y como si todo no fuera ya lo suficientemente complicado, el material de insonorización atascó dos barcos detrás del naufragado Ever Given en el Canal de Suez. "También podrías hacer una serie sobre el tiempo", dice riendo.
Gracias a los avatares digitales: el regreso de Abba 40 años después de la separación
Sundin espera que el espectáculo se presente en Londres durante algunos años más. Sin embargo, hay planes para establecer otras ubicaciones a largo plazo en paralelo. Hay interés de muchos lugares. Una ciudad en América del Norte y otra en Asia están actualmente a la vista. Tal vez los avatares vendrían a Berlín por algunos años, dice Sundin. Probablemente haya suficientes fanáticos de Abba en este país: "Entre los fanáticos en Londres, los alemanes ocupan el segundo lugar después de los ingleses".

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